USA und Kanada – August 2024

Mitte August fliegen wir nach unserem Deutschland Urlaub zurück nach SEATTLE – mit einem Schalke-Flieger 😉

Wir finden unseren ErWin genau so wieder wie wir ihn abgestellt hatten 🙂 und fahren weiter Richtung Norden – nach Kanada

Etwas hinter (nördlich) von VANCOUVER fahren wir zum dortigen Mount Seymour. Schauen uns etwas im Lynn Canyon Park um und finden dann noch einen den Highview Aussichtspunkt oberhalb der Horseshoe Bay mit Blick auf VANCOUVER. Leider ist die Sicht heute nicht ganz so gut.

Wir fuhren weiter nach WHISTLER.

In Vancouver fanden ja 2010 die olympischen Winterspiele statt. In WHISTLER wurden die alpinen Wettbewerbe ausgetragen.

Wir fuhren also zunächst zum WHISTLER Olympic Parc. Hier fanden die Langlauf, Biathlon und Skisprung. Wieder einmal fanden wir eine Skistätte ohne Schnee – naja, um diese Jahreszeit war das wohl auch nicht zu erwarten. Aber immerhin waren ein paar Biathleten auf Rollerski unterwegs.

Danach ging es nach WHISTLER selbst. Die Innenstadt selbst ist autofrei und ziemlich übersichtlich. Nett anzusehen.

Eine Wanderung im Joffre Lakes PP. Gut das wir vorher nachgelesen haben und online die Tickets bestellt haben. Sonst hätte es mit dem Trail dort nicht geklappt.

Es gibt dort drei Seen. Wir gingen zuerst zum unteren, dann zum mittleren. Wanderschuhe und Stöcke hatten wir dabei – die waren für uns auch erforderlich. Zum mittleren See sollten es 2,5 km sein. Es ging gut bergauf. Viele Steine, Wurzeln, Treppen. Anstrengend. Wir haben gute 75 Minuten benötigt. Sehr schöne Wanderung.

Von der BC 99 geht es auf die BC 97 – dem Cariboo Highway geht es nach PRINCE GEORGE. Ganz in der Nähe treffen wir Mitreisende der Panamericana – Hans und Yvonne 🙂 Nach einem Plausch fahren wir weiter über den Trans Canada Highway

Wir kommen nach HAZELTON, einem „Dorf“ in dessen Umfeld etliche GITXSAN First Nations leben.

Ganz in der Nähe von Hazelton befinden sich die Kispiox Totem Poles

In Kitwanga verlassen wir den Trans Kanada Highway Nr. 16 und biegen ab auf die BC 37 Richtung Norden.

Im Bereich des Meziadin Lake finden wir die Zufahrt zu einem Fluß auf dem die Lachse „wandern“. Wir kaufen einen ca. 3 bis 4 kg schweren extra für uns gefangenen Lachs der dankenswerter Weise auch noch ausgenommen wird 🙂 Portionieren müssen wir ihn selbst. Das klappt auch ganz gut.

Über die BC 37a kommen wir nach STEWARD – von dort über die Grenze wieder in die USA – unser erster Abstecher nach Alaska. Dort, in HYDER gibt es die Fish Creek Wildlife Observation Site.

Hier sollen sich während der Lachswanderung viele Bären sehen lassen, die sich an den Lachsen satt fressen. Auch für diesen Spot muss man sich vorab online Tickets reservieren. Das haben wir natürlich gemacht.

Im Fluß sind 100derte Lachse. Viele auch schon – länger – tot. Es riecht schon etwas. Wir halten uns ca. 2 Stunden dort auf. Erst als ich mal kurz zu unserem ErWin zurück gehe und Jacken hole, läßt sich der erste Bär sehen. (leider keine Fotos)

Hyder selbst ist ein ziemlich trostloses Dorf in dem es nicht ganz viel zu sehen gibt.

Am anderen Morgen fahren wir auf der US-Seite noch ein ganzes Stück den Berg hoch. Sehr schlechte Strecke, sehr schlechte Sicht, Regen und Nebel.

Oben kommt man an einen Gletscher von dem wir allerdings nicht viel sehen.

Also wieder zurück. Anders kommt man von hier auch nicht wieder aus ALASKA raus.

Also geht es wieder zurück. An der Grenze – USA / Alaska nach Kanada – werden wir tatsächlich von US-Grenzbeamten kontrolliert 🙂

Wir schauen uns noch ein bisschen in STEWART um und fahren dann weiter.

das vorletzte Foto ist schon älter, ich habe es abfotografiert. Die Situation auf dem letzten Foto ist echt 🙂

Wir müssen also zunächst auf der BC 37a wieder zurück zur BC 37. Fahren dort wieder Richtung Norden bis wir den Alaska Highway erreichen.

Dort fahren wir aber nicht direkt Richtung Westen – Alaska – sondern zunächst ein Stück Richtung Osten, nach WATSON LAKE. Dort gibt es ein Planetarium welches wir uns anschauen wollen. Dieses soll Mitte September schließen und wir wissen nicht ob wir es bis dahin schaffen wieder hier zu sein.

Also zunächst in das Planetarium. Zunächst ein sehr interessanter Film über „schwarze Löcher“ – viel verstanden haben wir dazu nicht 😂😂

Die zweite Vorführung über die Aurora Borealis war schon ziemlich gut. Wir hatten diese allerdings schon vor längerer Zeit im Bochumer Planetarium gesehen.

WATSON LAKE ist außerdem für den Sign Post Forest bekannt. Den Schilderwald.
Der Sign Post Forest wurde 1942 von einem heimwehkranken GI
des United States Army Corps of Engineers angelegt, der am
Alaska Highway arbeitete und ein Schild mit dem Namen seiner Heimatstadt und der Entfernung aufstellte. Andere folgten seinem Beispiel und die Tradition wird bis heute fortgesetzt. Mittlerweile sollen es über 100.000 sein

Auf dem Alaska Highway geht es weiter Richtung Nordwesten in das kanadische Territorium YUKON.

Wir kamen durch Whitehorse – Hauptstadt des Yukon-Territoriums. Whitehorse wurde benannt nach den durch den Bau eines Wasserkraftwerkes verschwundenen Stromschnellen (White Horse Rapids) des Yukon Rivers. Deren Kämme sahen aus wie die Mähnen weißer Pferde.

Auf dem Yukon fuhren die Raddampfer. Das einzige – noch erhaltene – Flussschiff, die S.S. Klondike fuhr auf dem Yukon River die Route Whitehorse – Dawson City (in ungefähr 36 Stunden) Eine Besichtigung war auf Grund von Reparaturarbeiten leider nicht möglich.

Von Whitehorse fahren wir über den Klondike Highway Richtung DAWSON CITY. Unterwegs leider immer wieder durch abgebrannte Wälder. Die Brände scheinen aber schon vor längerer Zeit gewesen zu sein.

Kurz vor Dawson City geht der Dempster Highway vom Klondike Highway ab Richtung Norden. Auf dem Dempster kann man dann bis an das Nordmeer fahren. Eigentlich wollten wir den Dempster gar nicht befahen. Wir waren bereits auf der anderen Seite der Erde – in Norwegen – am Nordmeer.

Dann entscheiden wir jedoch zumindest ein Stück Richtung Norden zu fahren. Wir fahren auf dieser Gravelroad „nur“ die ersten gut 70 km bis zum Tombstone Territorial Park.

Nach einer Übernachtung auf dem dortigen Campground fahen wir am anderen Morgen noch bis zum höchsten Punkt des Dempster Highway – ca. 1300 Meter über NN. Der Niederschlag der letzten Nacht ist auf den umliegenden Bergen als Schnee liegen geblieben.

Nach einem Drohnenflug geht es zurück zum Klondike Highway

Nach diesem nur kurzen Stück auf dem Dempster sieht unser ErWin mal wieder wie ein kleines Ferkel aus 🤣

Kurz vor Dawson City schauen wir uns den dortigen alten Schwimmbagger – den Klondike Dredge Nr. 4 – an.

Dredge No. 4 wurde im Sommer und Winter 1912 für die Canadian Klondike Mining Company gebaut und am Claim 112 am Bonanza Creek installiert. Nach einigen Jahren der Arbeit, sank der Wasserbagger 1924 und wurde 1927 gehoben und wieder eingesetzt. Ihr neuer Einsatzbereich am Hunker Creek war so reich an Goldvorkommen, so dass die Dredge mehr als 800 Unzen Gold an einem einzigen Tag schürfen konnte. Dredge No. 4 war bis 1940 im Einsatz und wurde danach am Bonanaza Creek wiederaufgebaut um nochmal zum Einsatz zu kommen.
In den Sommern 1991 und 1992 wurde die Dredge abgebaut, und an ihrem heutigen Ort wieder aufgebaut, um sie vor natürlichem Hochwasser zu schützen. Seitdem ist Dredge No. 4 eine National Historic Site von Kanada.

Ganz in der Nähe machten wir dann noch einen ganz kleinen Trail am Discovery Claim und einem leider geschlossenen Gelände, dem Claim 33 mit vielen alten Gerätschaften.

Nachdem wir uns DAWSON CITY zunächst von oben angesehen haben

ging es dann zur Stadt selbst.

Die Siedlung wurde 1896 zu Beginn des legendären Klondike Goldrausches gegründet.

Zu erreichen war Dawson nur über den White Pass oder den berüchtigten Chilkoot Trail und danach über einen langen und beschwerlichen Weg per Hundeschlitten oder Kanu, später per Schaufenlraddampfer auf dem Yukon. 1898 erreichte die Einwohnerzahl mit 16,000–17,000 Menschen ihren Höhepunkt. Es war die größte Stadt westlich von Winnipeg und nördlich von Seattle Nach dem Ende des „Gold Rush“ ging die Einwohnerzahl rapide zurück. Bereits 1899 lebten nur noch 8.000 Einwohner dort, 1902 nur noch 5.000.

Muss ich erwähnen, dass es zum UNESCO Weltkulturerbe zählt 😉

Zahlreiche Häuser der Goldgräberstadt sind restauriert worden und wurden in einen historischen Bezirk eingegliedert, in dem genaue Bau- und Erhaltungsvorschriften gelten. Auch neue Gebäude müssen hier im historischen Stil gebaut werden.

Insgesamt eine nette Stadt die man sich durchaus mal anschauen sollte.

Mit der Fähre ging es über den Yukon

und dann auf den Top of the World Highway Richtung Alaska. Wie der Name sagt: hoch gelegen 😉Wir waren dort fast alleine unterwegs. Nur ganz wenige Fahrzeuge die uns aus Alaska entgegen kamen.

Der Highway ist eine 79 Meilen, bzw. 127 km lange Panoramastraße auf ca. 1000 Meter üNN. Man hat eine tolle Aussicht.

Auch an der Grenze Kanada – Alaska war es sehr einsam. Wir haben ein nettes Gespräch mit den dortigen Grenzbeamten geführt. Die Grenze ist – wegen der winterlichen Schneeverhältnisse – lediglich von Mai bis September geöffnet. Im Winter ist die Grenzstation häufig komplett schneebedeckt.

Vom Top of the World Highway gelangt man dann in Alaska auf den Taylor Highway. Zunächst noch einigermassen gut ausgebaut, dann aber nur noch – wie schon zuvor der Top of the World Highway – Gravelroad. Viele Löcher, Bodenwellen. OK, dann eben etwas langsamere Fahrt

Weiter ging es nach Chicken, dem ersten Ort hinter der Grenze in Alaska.

Der Ort mach seinem Namen alle Ehre 😂

unsere Fahrtstrecke im August – Seattle / USA – Kanada – Chicken / USA

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