USA und Kanada – September 2024

Wir sind nun also in Alaska. Von Chicken geht es zunächst weiter auf dem Taylor Highway. Dann kommen wir auf den Alaska Highway und fahren Richtung TOK.

Man muss schon aufpassen, sonst ist man durch TOK durchgefahren bevor man es merkt 🤣 Der Ort scheint nur aus ein paar Häusern an der durchführenden Hauptstraße zu bestehen.

OK, es gibt auch hier eine Visitorcenter, das hatte aber geschlossen -Sonntag.

Wir möchten zunächst zum Denali Nationalpark. Unsere Route führt uns über den Alaska Highway Nr. 2 Richtung Nordwesten. Wir kommen durch Delta Junction

finden und besuchen dort ein kleines Museum – ein Road House wie es sie früher häufig gegeben hat – eine Raststätte für Durchreisende

Unterwegs gibt es einiges am Straßenrand zu sehen 😂

wir finden immer wieder nette Übernachtungsplätze

und kommen nach (nicht zum) North Pole.

Hier „lebt“ – und verkauft – der amerikanische Weihnachtsmann

Weiter geht es nach Fairbanks – hier schauen wir uns zunächst den Pinonierpark an

und am nächsten Tag das wirklich sehr interessante Museum of the North

Es ist eine sehr beliebte Attraktion in Fairbanks und zeigt Ausstellungen zu Alaskas Kultur, Tierwelt und Landschaft, einschließlich indigener Kulturen, des Goldrausches und prähistorischer Funde

In Fairbanks wird auch mal wieder gewaschen. Außerdem suchen wir einen Reifenhändler auf und lassen die Räder von hinten nach vorne tauschen. Dabei wird uns mitgeteilt, dass eine der Ventilverlängerungen defekt ist und deshalb der zuvor von uns festgestellte Luftverlust verursacht wurde.

Wir fahren weiter Richtung Denali Nationalpark. Nach einer Zwischenübernachtung in dem kleinen Ort NENANA ist nun der vordere linke Reifen platt 😒

Wir finden dort aber direkt eine kleine Werkstatt in der uns geholfen wird

Im Denali NP bekommen wir – ohne vorherige Buchung – direkt einen Übernachtungsplatz für 2 Nächte.

Wir machen am Ankunftstag einen kleinen Trail, schauen uns das sehr interessante Besucherzentrum an, bekommen dort sehr viele Informationen zu den Tieren, der Natur und dem NP selbst.

Am 2. Tag schauen wir uns zunächst die Sleg Dog Kennels. Eine schöne Sache. Erst durften wir uns die ca. 30 Hunde angucken – zwischen 9 Monate alt und 9 Jahren. Alaska Huskys. Danach gab es noch eine Vorführung – Schlitten ziehen mit 5 – dazu Erklärungen einer Rangerin

Um 14 Uhr beginnt die gebuchte 4 1/2stündige Bustour durch den Nationalpark.

Die Fahrt ging bis Meile 43 – danach ist die Straße – eigentlich 92 Meilen lang, für den Verkehr gesperrt. Mit Privatfahrzeugen darf man nur 15 Meilen rein.

Tina – die Busfahrerin – machte ganz interessante Durchsagen. Hielt immer wieder an, wenn es etwas zu sehen gab. Irgendwo auf dem Weg ein Elch – eine Elchin. Leider nur etwas schlecht hinter Bäumen zu sehen. Kurz vor der Wende ein großer Grizzly. Auf der Rückfahrt wiederum ein Grizzly – vermutlich der selbe. Danach eine Mutter mit zwei Jungen. Die aber auch gar nicht mehr so jung waren 😊 Die waren schon ein bisschen größer

Es geht rauf und runter. Die Farben – der Indian Summer ist hier bereits ziemlich ausgeprägt – sind einfach nur toll . Insgesamt ein lohnender Tag.

Über die Alaska Straße #3 fahren wir weiter Richtung Süden – nach Anchorage. Unterwegs kommen wir noch an einer Gedenkstätte für die Veteranen aus Alaska vorbei. Hier – wie eigentlich überall in den USA – wird dem Militär deutlich mehr Respekt entgegengebracht als bei uns

Wir machen weitere kleine Abstecher u.a. zum Eklutna Historical Park – einem alter orthodoxer Friedhof. Interessant wie die Menschen hier beerdigt werden.

ANCHORAGE selbst fanden wir nicht so interessant. Wir besuchten den Earthquake Park, einen Gedenkort, der an die Auswirkungen des Karfreitagsbebens von 1964 erinnert. Das Beben, mit einer Stärke von 9,2, verursachte erhebliche Schäden in Anchorage, und Earthquake Park wurde auf einem Gebiet errichtet, das damals stark betroffen war. Heute können Besucher die Auswirkungen des Bebens auf die Landschaft und die Ruinen sehen, die von dem Vorfall übrig geblieben sind.

Von Anchorage fahren wir über die Alaska Straße #1 entlang des Turnaway Arms – dort gibt es, mit einer Höhe von bis zu 12 Meter – den 2.größten Tidenhub in den USA. Wir fahren vorbei und es ist… Ebbe 😊

Zu bestimmten Zeiten soll man hier auch u.a. Beluga Wale sehen können. OK, wir waren wohl nicht zur richtigen Zeit dort 🤣

Am Ende des Turnaway Arms befindet sich das Alaska Wildlife Conversation Center. Hier finden verwaiste oder verletzt aufgefundene Tiere ein zu Hause.

Es geht weiter nach SEWARD – sehr touristisch mit einem großen Hafen – auch für Kreuzfahrtschiffe – war keines da – aber kaum was los. Wir schauen uns ein bisschen dort um, fahren dann weiter.

Wir finden am Kenai Fjords National Park Exit Glacier Nature Center einen netten Übernachtungsplatz – wohl nur außerhalb der Saison 😉 – und machen von dort am nächsten Tag einen schöne Fußtour zum Harding Icefield. OK, nur zu einem Aussichtspunkt dort.

Es ist das größte zusammenhängende Eisfeld der Vereinigten Staaten und liegt zum Teil im Kenai-Fjords-Nationalpark und zum Teil im Kenai National Wildlife Refuge. Das Eisfeld bedeckt eine Fläche von über 780 km² und speist 32 Gletscher, darunter der Exit Glacier.

Von SEWARD geht es wieder ein Stück zurück Richtung Norden. Dann fahren wir mit der Fähre von WHITTIER nach VALDEZ . Dazu müssen wir zunächst durch den ca. 4 km langen, 1spurigen Anton Anderson Memorial Tunnel. Danach fahren wir ca. 6 Stunden mit der Fähre durch den Prinz-William-Sund. Zunächst leider etwas schlechtes Wetter mit Regen und Nebel. Je näher wir jedoch VALDEZ kommen desto schöner wird es 😊

In Valdez schauen wir uns ein bisschen um, machen einige kleinere Spaziergänge. Dabei sehen wir an einem kleinen Flußlauf direkt uns gegenüber den ersten Schwarzbären 😊

Über die Alaska Straße #4 fahren wir Richtung GLENALLEN. Wir kommen an einer Lachszuchtanlage vorbei

sehen unterwegs viele Tiere, Wasserfälle und schneebedeckte Berge / Gletscher. Die Straßenverhältnisse sind nicht immer gut 😢

Dann kommen wir zurück nach Kanada – in den Yukon

Wir übernachten (u.a.) in Burwach Landing am Kluane River. Einem Ort mit knapp 100 Einwohnern – „bekannt“ durch die größte Goldwaschpfanne der Welt 🤣

Das kleine Museum ist zu dieser Zeit leider geschlossen

Wir übernachten in der Nähe des Museums und erleben nachts eine tolle Vorstellung der Aurora Borealis

Über die kanadische Straße #3 geht es – vorbei an vielen Bergen und Seen – vom Yukon nach British Coumbia. Dann wieder über die Grenze nach Alaska.

Ab Haines Junction im Yukon bis nach Haines in Alaska befahren wir die Haines Road, eine 246 km lange Panoramastraße – im Yukon offiziell der Highway 3, in Alaska die Alaska Route 7.

Die Straße führt – noch auf kanadischem Gebiet – bis auf 1070 Meter Höhe. Es gibt immer wieder Parkplätze, an denen man anhalten und in Ruhe die überwältigende Aussicht auf die Berge und die weiten Landschaften mit Fluss- und Bachtälern genießen kann.

Vor Haines befindet sich das Alaska Chilkat Bald Eagle Preserve, ein 200 Quadratkilometer großer State Park, dessen Haupteinzugsgebiet der Unterlauf des Chilkat River ist. Teile der Flusstäler von Klehini und Tsirku River ergänzen das Habitat, in dem 200 bis 400 Weißkopfseeadler ganzjährig leben.

Wir haben eine Menge davon gesehen 😊

Wir hatten bereits die Fähre von HAINES nach SKAGWAY gebucht.

Vorher übernachteten wir aber noch in Haines und das war ein Erlebnis schlechthin. Wir sahen aus ziemlicher Nähe mehrere Bären – 1 Mutter mit 2 Jungen, 1 Mutter mit drei Jungen – und auf dem Übernachtungsplatz – direkt neben unserem Wohnmobil – 1 Elchmutter mit 2 Jungen 😍

Danach ging es also mit einer Fähre nach Skagway. Dort lagen 3 (drei) große Kreuzfahrtschiffe im Hafen – Celebrity X Cruises – Princess Cruises – Koningsdam von der Holland-Amerika Line – zusammen ca. 9000 Gäste 😢

Der Ort selbst hat nur ca. 1000 Einwohner, ist aber wohl für eine solch große Anzahl von Tagesgästen eingerichtet.

Tatsächlich haben wir in dem – natürlich sehr touristisch aufgemachtem Ort – nicht alle 9000 Schiffspassagiere gesehen. Von hier werden wohl auch viele Bus- und Eisenbahntouren angeboten.

Wir haben uns ein bisschen umgesehen und sind dann weiter gefahren.

Etwas außerhalb von SKAGWAY gibt es noch einen Friedhof auf dem aus Zeiten des Goldrausches. Viele alte Gräber. U.a von einem „Verbrecher“ – Jefferson Randoph „Soapy“ Smith – der die Menschen ausgenommen hat und seinem Widersacher – dem Stadtvermesser Frank H. Reid. Das Duell von 1898 wird mehrmals täglich in Skagway gezeigt.

Das Grab von Herrn Reid haben wir gefunden. Das von Herrn Smith nicht.

Von SKAGWAY geht es über den Klondike Highway wieder Richtung Kanada. Eine sehr schöne Landschaft. Auch hier geht es wieder auf über 1000 Meter. Und es gibt viel zu sehen.

Die Ausreise aus Alaska / USA interessiert niemanden. Man wird nicht angehalten oder kontrolliert. Bei der Einreise nach Kanada werden allerdings wieder die Pässe kontrolliert. Zwischen der „Ausfahrt“ von Alaska und der „Einfahrt“ nach Kanada befindet man sich ca. 15 bis 20 km im Niemandsland.

Wir kommen nach CarCross. Auch einem reinem Touristenort. Aber auch hier ist es zu dieser Jahreszeit bereits ziemlich ruhig.

Wir kommen wieder zum Alaska Highway und befahren diesen nun in Richtung Osten.

Auch hier sind viele Tiere unterwegs 😍

In Ford Nelson finden wir ein Museum – ok, eine Sammelstelle für allerlei Schrott und andere Dinge

In DAWSON CREEK endet (für uns) – oder beginnt – der Alaska Highway. Insgesamt ist er 2.237 Kilometer (1.387 Meilen) lang. Wir haben ihn nunmehr komplett befahren.

Für uns geht es nun so langsam Richtung Heimat. Wir fahren Richtung Ostküste. Wir kommen durch EDMONTON. Schauen uns die Stadt ein bisschen an.

Die Innenstadt ist ja wirklich nett gestaltet. Das Rathaus – auch innen. Das Multifunktionsstadion Rogers Place – Heimat des Eishockeyvereins Edmonton Oilers. Und immer wieder, so auch hier in Edmonton sind wir von den öffentlichen Bibliotheken begeistert.

Aber allzu weit sollte man den innerstädtischen Kreis nicht verlassen. Viele homeless People und auch nicht unbedingt schöne Bauten. Wir wurden in einem Gespräch mit der örtlichen Polizei „vorgewarnt“

Etwas außerhalb haben wir dann noch ein großes Einkaufscenter, die Edmonton Hall, besucht. (kann man machen – muss man aber nicht 😉)

Weiter geht es über DRUMHELLER – Stadt der Dinosaurier

Drumheller ist eine Kleinstadt mit 7982 Einwohnern in Alberta, Kanada. Sie liegt etwa 110 km östlich von Calgary am Red Deer River. Bekannt ist sie durch die Fossilien-Funde von Dinosauriern im umgebenden Red Deer River Valley

Natürlich auch „etwas“ touristisch vermarktet, aber gut gemacht 😊

In der Nähe von DRUMHELLER befindet sich eine Suspension Bridge über den Red Deer River

Wir schauen uns dort in der Nähe die Hoodoos an. Hoodoos sind turmartige Gebilde aus Sedimentgesteinen im Westen Nordamerikas, die durch Erosion geformt wurden. Sie sind relativ häufig auf dem Colorado-Plateau und in den Great Plains. Aber eben auch hier in Kanada 😉

unterwegs finden wir dann in WAYNE auch noch einige nette alte Fahrzeuge

Nächstes Ziel war Ford McLeod

Über 300 km bei starkem Seitenwind. Unterwegs nur Landwirtschaft – riesige bereits abgeerntete Flächen. Offensichtlich Getreide. Zwischendurch mal eine Kuhherde oder auch ein paar Pferde 😉

Fort Macleod ist eine kleine Stadt im Südwesten der kanadischen Provinz Alberta. Ihren Namen hat die Siedlung nach dem ehemaligen Lieutenant-Colonel und Commissioner James Farquharson Macleod der North West Mounted Police. Der Ort wurde 1884 gegründet, indem ein seit 1874 bestehendes Barackenlager der North West Mounted Police hierher verlegt wurde.

Diese ist der Vorläufer der heutigen Royal Canadian Mounted Police (Abkürzung RCMP, deutsch etwa „königliche kanadische berittene Polizei“, umgangssprachliche Kurzbezeichnung „Mounties

In McLeod gibt es ein Museum dieser North West Mounted Police.

Ein Museum der berittenen kanadischen Polizei und des First Nations-Interpretationszentrums

Wirklich gut gemacht und eine ganz klare Empfehlung. Auch wenn die Vorführung der berittenen Polizei „nur“ zu in der Hochsaison statt finden

Nächstes Ziel war der Yellowstone Nationalpark. Wir kommen wieder über die Grenze in die USA.

Fahren ausnahmsweise mal ein längeres Stück Autobahn – über die I15. Kommen nach Helena, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Montana.

Auch hier sind wir wieder ein bisschen erstaunt, das man ohne irgendwelche Kontrollen das dortige Kapital besichtigen können.

Der YELLOWSTONE Nationalpark – der älteste Nationalpark der Welt – ein MUSS wenn man eine solch längere Reise macht.

Wir nehmen uns 2 Tage Zeit um uns das mal näher anzuschauen 😊 Und wir sehen viel. Wieder einmal lassen wir die Bilder sprechen 😉

Auf dem Weg nach CODY kommen wir am Buffalo Bill Staudamm vorbei, der das Buffalo Bill Reservoir aufstaut. Auch hier ein nettes Visitorcenter

CODY selbst lebt von den Erinnerungen an William Frederick Cody, genannt Buffalo Bill – berühmt geworden u.a. durch seine Buffalo Bill Wildwest Show, die Ende des 19. Jahrhunderts auch in Europa aufgeführt wurde.

Das Buffalo Bill Center of the West beherbergt fünf Museen von Weltrang und eine Forschungsbibliothek – alles unter einem Dach. Wir widmen uns dem amerikanischen Westen… Geschichte, Kunst, das Erbe der amerikanischen Ureinwohner, die Naturwissenschaft der Yellowstone-Region sowie die Entwicklung und Bedeutung von Feuerwaffen für den Westen.

Wir haben uns ziemlich lange in diesem Museum aufgehalten 😉

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