September – Oktober 2025

Niederlande

Weitere Besuche von netten Mitreisenden der Panamericana-Tour 2023 – 2024. Wir fahren in die Niederlande 😊

Erster Stopp in Waalre – wir verbringen einen netten Nachmittag und Abend bei Rob und Corinne. Erinnerungen werden aufgefrischt, es wird viel gelacht.

Weiter geht es zum IJsselmeer. Das IJsselmeer ist der größte See der Niederlande. Er ist durch Eindeichung künstlich aus der Zuidersee zwischen Friesland und Noord-Holland entstanden. Das Salzwasser der früheren Nordseebucht wurde im Laufe der Jahre durch Niederschlag und Flusseinmündungen zu Süßwasser.

Wir machen einen Zwischenstopp mit Übernachtung in Lelystad. Von dort aus führt der Houtribdijk auch bekannt als Markerwaarddeich nach Enkhuizen. Der Deich wurde zwischen 1963 und 1976 errichtet und trennt das Ijsselmeer vom Markermeer.

Von LELYSTAD fahren wir über URK – ebenfalls am IJsselmeer gelegen –

nach UITWELLINGA und besuchen dort Piet und Marianne. Auch mit den beiden verbringen wir einen netten Nachmittag und Abend und schwelgen in Erinnerungen an die Panamericana.

Weiter geht es an die Nordsee – nach Lauwersoog. Wir schauen uns dort ein bisschen um und fahren weiter nach DOKKUM.

DOKKUM ist eine Kleinstadt und hat etwa 13.040 Einwohner. Besonders bekannt ist der Ort, weil im Jahre 754 der Missionar Bonifatius dort ermordet wurde; aus diesem Grund ist Dokkum ein Wallfahrtsort für die Katholiken.

(passt irgendwie zu unserer Heimatstadt Gevelsberg. Hier wurde am 7. November des Jahres 1225 in einem Hohlweg am Hang des Gevelsbergs der Reichsverweser und Kölner Erzbischof Engelbert, Graf von Berg, überfallen und erschlagen. Am vormaligen Tatort entstand etwa um 1230 zur Sühne ein Zisterzienserinnenkloster, das als Keimzelle der heutigen Stadt Gevelsberg gilt)

DOKKUM

Von DOKKUM aus ein kurzer Besuch in Holwert. Von hier geht die Fähre nach Ameland. Kindheits- und Jugenderinnerungen 😉 Hier war ich zuletzt vor 49 Jahren mit guten Freunden auf einer Fahrradtour von meinem damaligen Wohnort Bocholt nach Ameland.

Heute sieht es dort „etwas“ anders aus.

Ein kleiner Stopp und Besuch des Kwelderzentrum Noarderleech – ein Informationscentrum zum Weltnaturerbe Wattenmeer

Auf Empfehlung von Piet und Marian fuhren wir weiter zum Zwaarte Haan. Restaurant und Übernachtungsplatz direkt an der Nordsee.

Von dort fuhren wir nach HARLINGEN und besuchten dort das Eise Eisinga Planetarium und Museum.

Eise Jelteszn Eisinga (1744-1828) ist der Erbauer des nach ihm benannten Planetariums. Das Planetarium umfasst lediglich die Planeten Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter und Saturn, weil Uranus und Neptun zum Zeitpunkt der Fertigstellung noch nicht entdeckt waren. Es ist das älteste funktionsfähige Modell des Sonnensystems.

Das Museum – total beeindruckend – absolute Empfehlung.

Wir kommen durch Zurich – nein, wir haben uns nicht verfahren 😉

besuchen in Kornwerderzand das Afsluitdijk Waddencenter – eine sehr interessante Ausstellung über die Entstehung des Dammes zwischen der Nordsee und dem IJsselmeer

und das nebenan befindliche Kazemattenmuseum. Eigentlich Bunkermuseum. Von der Niederländern, nicht von den Deutschen, gebaut. Der Damm war ja schon 1932 fertig und die NL bauten damals direkt eine Verteidigung mit.

Diese Verteidigungslinie wurde nach dem Angriff der deutschen Wehrmacht ein paar Tage von nur 225 Soldaten der niederländischen Armee gegen 17000 deutsche Angreifer verteidigt – nicht eingenommen. Dann aber ergaben sich die Verteidiger weil die NL kapitulierten.

Am 10. Mai 1940 drangen die Deutschen in die Niederlande ein. Am 13. Mai 1940 konnten die Niederländer ein deutsches Vordringen bei Kornwerderzand verhindern. Nach dem Bombenangriff auf Rotterdam kapitulierten die Niederländer jedoch und übergaben die Kasematten in Kornwerderzand am 14. Mai 1940 an die Wehrmacht.

In DEN HELDER schauen wir uns das Marinemuseum an. Auch dieses ist wirklich toll gemacht. Wir schauen uns dort fast 5 Stunden die sehr interessante Ausstellung zur Geschichte der niederländischen Marine an. Auch die niederländische Marine hatte mal einen Flugzeugträger !!

Nach einem Tag am Strand bei Julianadorp

fahren wir nochmal nach Den Helder zum Fort Kijkduin. Ein historisches Fort welches auf Grund seiner strategischen Lage im Jahre 1811 im Auftrag von Napoleon Bonaparte gebaut wurde.

Auch hier anschauliche Erklärungen und zudem ein kleines Nordsee Aquarium

Wir fahren nach ENKHUIZEN – eine Kleinstadt am anderen Ende des Houtribdijk – mit einer Altstadt mit vielen Häusern aus dem 15., 16. und 17 Jahrhundert.

Über Noordwijk

ging es nach GOUDA – um diese Zeit fand dort leider kein Käsemarkt mehr statt

einen weiteren kleinen Stopp machen wir in Schoonhoven – bekannt als Silberstadt (mit Silbermuseum)

bevor wir uns das UNESCO Weltkultererbe – die Windmühlen von Kinderdijk anschauen

19 Windmühlen, die im Jahre 1740 erbaut wurden, gelten heuzutage als Symbol für das Wassermanagement der Niederlande. Die Mühlen wurden erbaut, um das tieferliegende Gebiet Alblasserwaard vom Wasser zu befreien und trocken zu halten. Noch heute erinnert die Kulisse an längst vergangene Zeiten. Kinderdijk zählt zu den meistfotografierten Orten und zu den beliebtesten Postkartenmotiven des Landes.

Wir schauen uns DORDRECHT an, eine der ältesten Städte Hollands (nicht der Niederlande 😉)

und fahren danach auf die Halbinsel Schouwen-Duiveland. Hier waren wir früher oft zum Tauchen. (Erinnerungen) Die Tauchplätze in Den Osse und Scharendijke haben sich schon sehr verändert😉Heutzutage gibt es Füllautomaten direkt vor Ort, die Zugänge zum Wasser sind schon ziemlich „komfortabel“ 😂

und Renesse war, ist und wird immer einer der Touristenhotspots bleiben 😂

Wir finden THORN, die weiße Stadt

und schauen uns auch das in der Nähe befindliche Fort de Roovere an

Fort De Roovere ist eine Erdfestung, die als Teil der Niederländischen Wasserlinie errichtet wurde, einer Reihe wasserbasierter Verteidigungsanlagen, die Maurice von Nassau 1628 während des Achtzigjährigen Krieges zur Verteidigung gegen spanische Angreifer konzipierte.

Danach fahren wir noch nach Maastricht

Maastricht ist eine Universitätsstadt im äußersten Süden der Niederlande. Die Stadt zeichnet sich durch ihre mittelalterliche Architektur und lebendige Kulturszene aus. In der kopfsteingepflasterten Altstadt befinden sich die gotische Johanniskirche (Sint Janskerk) und die romanische St.-Servatius-Basilika mit ihrer bedeutenden Sakralkunstsammlung. Am Ufer der Maas, die durch die Stadtmitte fließt, steht das futuristische Bonnefantenmuseum für bildende Kunst

bevor unsere kleine Rundfahrt durch die Niederlande endet.

Schön war es – man muss nicht immer weit fahren um schöne Sachen zu sehen.

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